Christian Veit Sist
Solist
Christian Veit Sist wurde in Klagenfurt geboren und studierte an der Guildhall School of Music and Drama in London und an der Universität für Musik in Wien. Er schloss sein Studium 2001 mit Auszeichnung ab und wurde für 2 Jahre Ensemblemitglied des Opernstudios der Guildhall School, wo er sich ein umfangreiches Repertoire aneignen konnte: u. a. Jeronimus (Nielsens »Maskerade«), Bertram (Tschaikowskijs »Iolanta«), Man with a Cornet Case (Argentinos »Postcard from Morocco«), Seneca (Monteverdis »L’incoronazione di Poppea«), Bartolo (Mozarts »Le Nozze di Figaro«), Don Alfonso (»Cosi fan tutte«), Calchas (Offenbachs »La Belle Hélène«), Trulove (Strawinskys »The Rake’s Progress«), Padre Guardiano (Verdis »La Forza del Destino«) und die Titelpartie in Massenets »Don Quixotte«.
Erste Gastspiele führten ihn an die New Sussex Opera (Raimondo in Donizettis »Lucia di Lammermoor«) sowie an das Stadttheater Klagenfurt und ins Festspielhaus St. Pölten (Ercole und Giove in Cavallis »Il Giasone«, Zuniga in Bizets »Carmen« und Tomski in Tschaikowskijs »Pique Dame«). Sein Wien-Debüt absolvierte er 2004 als Alidoro in Rossinis »La Cenerentola« an der Volksoper, deren Ensemble er für eine Saison angehörte. Rezente Bühnengastspiele des Künstlers beinhalteten seine Debüts am Theater Lübeck (Sakristan in Janaceks »Die Ausflüge des Herrn Broucek«), beim Festival Retz (in Werken von Ullmann, Britten, Petr Eben und Zelenka) sowie am Teatro dell'Opera di Roma und am Royal Opera House Covent Garden in London (beide Male in Richard Strauss' »Salome«). 2009 sang er erstmals den Colline in Puccinis »La Bohème« an der Scottish Opera in Glasgow. In der Saison 2010/2011 stehen seine Rollendebüts als Kaspar in Webers »Der Freischütz«, Boris Timofejewitsch in Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk«, Pizarro in Beethovens »Fidelio« und Escamillo in Bizets »Carmen« am Staatstheater Braunschweig in seinem Kalender.
Auf dem Konzertpodium verbindet Christian Veit Sist eine außerordentliche Affinität mit dem deutschen und dem russischen Liedrepertoire. Er singt regelmäßig Liederabende und gestaltet vielfältiges Konzertrepertoire u. a. Bachs H-Moll-Messe, Mendelssohns »Elias und Paulus«, Mozarts Requiem und seine Konzertarie »Per questa bella mano« sowie Tippetts Oratorium »A Child Of Our Time« (anlässlich seines Debüts im Wiener Musikverein 2006). Auftritte im Rahmen von Galakonzerten fanden am Londoner St. John’s Smith Square und in der Royal Festival Hall statt. 2009 nahm er mit dem Barockensemble der Wiener Symphoniker Kirchenmusik von Zelenka und Michael Haydn für CD auf, 2010 die Partie des Jesus in einer Neueinspielung von Bachs Johannespassion.