Der Diener Figaro freut sich auf die bevorstehende Hochzeit mit dem Kammermädchen Susanna. Auch sein Herr, der Graf Almaviva, hat ein Auge auf Susanna geworfen und besteht auf dem Recht der ersten Nacht. Die Liebe zu seiner Frau, der Gräfin Rosina, die er in
»Il barbiere di Siviglia« ihrem Vormund Don Bartolo mit der Hilfe Figaros geraubt hat, ist sichtbar abgekühlt. Die weniger attraktive Marcellina ist ihrerseits in Figaro verliebt und will die Hochzeit mit Hilfe eines Schuldscheines verhindern. Die Gräfin setzt unterstützt von Susanna alles daran, die Liebe ihres untreuen, dabei schnell eifersüchtigen Mannes zurückzugewinnen. In diesem Verwirrspiel nimmt der pubertierende Page des Grafen – Cherubino, der gleichermaßen in die Gräfin und die Gärtnerstochter Barbarina verliebt ist, – unfreiwillig eine wichtige Rolle ein. Da Ponte und Mozart schufen aus einer in der damaligen Zeit gängigen Entführungs- und Intrigenkomödie von Beaumarchais ein gesellschaftskritisches Konversationsstück, welches prompt die Wiener Zensur auf den Plan rief. In dem Entwurf einer sozialen Utopie »erfährt in diesem Stück [jede Figur] die ihr gemäße Begrenzung und die ihr mögliche Grenzüberschreitung« (Wolfgang Willaschek). »Commedia per musica« (»die Krone aller Buffo-Opern«) nannte Mozart seinen »Figaro« und komponierte dabei eine Oper mit musikdramatischer Gestaltung, fast schon im Stil des erst viel später geborenen Richard Wagners.
Musikalische Leitung:
Alexander Joel
Inszenierung:
Balázs Kovalik
Bühne:
Csaba Antal
Kostüme:
Uta Meenen
Chor:
Georg Menskes
Dramaturgie:
Daniela Brendel
Mit:
Graf Almaviva: Orhan Yildiz,
Malte Roesner,
Orhan Yildiz
Gräfin Almaviva: Caroline Melzer,
Rena Harms
Susanna:
Moran Abouloff, Ekaterina Kudryavtseva,
Ekaterina Kudryavtseva
Figaro:
Oleksandr Pushniak
Cherubino:
Sarah Ferede
Marcellina:
Yuliya Grote
Basilio:
Steffen Doberauer
Don Curzio:
Tobias Haaks
Bartolo:
Taras Konoshchenko, Selcuk Hakan Tirasoglu,
Selçuk Hakan Tiraşoğlu
Barbarina:
Hyo-Jin Shin
Antonio: Leszek Wos