Eingeladen zu »HART AM WIND – 3. Norddeutsches Kinder- und Jugendtheaterfestival 2012« in Göttingen
www.hart-am-wind.org
Daniel hat sich in eine Klinik eingewiesen. Nico ist schwul. Seine Zwillingsschwester Janet muss sich ständig übergeben. Bozi, der beste Freund von Nico, ist in Janet verliebt. Cynthia ist auch in der Klinik in Therapie und verliebt sich in Daniel. – Daniel, Nico, Cynthia, Janet und Bozi sind fünf Jugendliche aus Braunschweig, fünf ganz »normale« Jugendliche. Aber was ist schon normal? Sie durchleben die Höhen und Tiefen ihrer Pubertät, sie sind sich sehr sicher, dass das Depressionen sind! Jeder von ihnen entwickelt eine Strategie damit umzugehen: der eine wird Emo und geht nicht mehr raus; die andere sucht Liebe und verwechselt das mit Sex; die andere will die beste sein und er erwartet zu viel von sich; der andere ist unglücklich verliebt, versucht es aber immer wieder; der andere geht einfach nicht zum Fußballspiel und will nicht von Talentscouts entdeckt werden.
In »Hotel Braunschweig« zeichnet Juliane Kann ein Panoptikum von Jugend, mal himmelhochjauchzend, dann zu Tode betrübt. Im März 2010 gab das Junge Staatstheater der Autorin den Stückauftrag über Braunschweig und seine Jugend, für Braunschweiger Jugendliche ab 13 Jahren, zu schreiben. Juliane Kann begab sich im Sommer auf eine Recherchereise und lernte Braunschweiger Jugendliche kennen, mal Emo, mal Fußballer, mal Schulabbrecher, … alle irgendwie stolz auf ihre Stadt und auch irgendwie nicht. »In Braunschweig wird man geboren oder zieht hier her, aber man stirbt hier nicht.«, sagte ein Jugendlicher. Braunschweig also als »Hotel Mama« oder »Transitstation«?