6. Sinfoniekonzert
Sergej Rachmaninow Rhapsodie über ein Thema von Paganini a-Moll op. 43
Franz Liszt »Danse macabre« (»Totentanz«)
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Zwei Klavierkonzerte in Variationsform bestreiten den ersten Konzertteil – Sergej Rachmaninows Paganini-Rhapsodie von 1936 und Liszts »Danse macabre« von 1859. Beides sind Virtuosenwerke par excellence. Rachmaninow entnahm sein Thema, das vor ihm bereits Liszt und Brahms bearbeitet hatten und nach ihm noch einmal Witold Lutosławski, den 24 »Capricen für Solo-Violine« von Niccolò Paganini.
Mit der »Danse macabre« existiert eine besondere musikalische Verbindung: Rachmaninow verwendete als 2. Thema das »Dies irae« aus der katholischen Liturgie, das Liszt seinem Konzertstück zugrunde legte und das die meisten Hörer aus dem Finale von Berlioz‘ »Symphonie fantastique« kannten. Für Liszt war diese mittelalterliche Weise mit seinem Italien-Erlebnis von 1839 verbunden, die Anregung gab das Fresko »Triumph des Todes« auf dem Friedhof Camposanto von Pisa.
Johannes Brahms begann mit der Arbeit an seiner 4. Sinfonie im Sommer 1883 in seinem steiermärkischen Urlaubsort Mürzzuschlag. Zwei Jahre später, am 25. Oktober 1885, wurde sie unter seiner Leitung in Meiningen uraufgeführt. Auf einer anschließenden Konzertreise durch Deutschland dirigierte er in neun Städten das neue Werk. Er genoss den Beifall der vielen und die Bewunderung seiner Freunde, vor allem Clara Schumanns. Sie ist auch die heimliche Widmungsträgerin. Als Brahms 1896 unter dem Eindruck von Claras Tod seine »Vier Ernsten Gesänge« schrieb, zitierte er zu den Textworten »O Tod, wie bitter bist du«, eine Passage aus dem Finale der Sinfonie und zeigte damit an, dass er ihr auch diese monumentale Sinfonie gewidmet hat.
am 13.02. um 11.00 und 14.02.2011 um 20.00
Stadthalle
Dirigent:
Alexander Joel
Mit:
Solist (Klavier)::
Bernd Glemser