2. Sinfoniekonzert
Robert Schumann Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52
Frédéric Chopin Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Der Frühlingsduft der Romantik durchweht auch Beethovens 7. Sinfonie. Als sie entstand, kündete E.T.A. Hoffmann Beethoven dem Publikum als ersten »Romantiker« an. Eine Sinfonie ist auch Robert Schumanns op. 52 mit dem sperrigen Titel »Ouvertüre, Scherzo und Finale«, eigentlich seine zweite »Frühlingssinfonie« und wie diese 1841 in Leipzig komponiert. Schumann mied den Titel »Sinfonie«, weil ihm ursprünglich eine freie sinfonische Fantasie vorschwebte. Das heitere Werk wurde am 6. Dezember 1841 unter der Leitung von Mendelssohns Konzertmeister Ferdinand David im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt, errang jedoch nicht den gleichen Erfolg wie die »Frühlingssinfonie«, so dass Schumann die Partitur später noch einmal umarbeitete.
Frédéric Chopin hatte früh erreicht, was dem jungen Schumann als Ideal vorschwebte: der Paganini des Klaviers zu werden, ehe er wegen einer Fingerverletzung die Pianistenlaufbahn aufgab. Chopin hielt er jedoch immer für das erste Klaviergenie der Epoche, er widmete ihm nicht nur enthusiastische Rezensionen (»Hut ab, ihr Herren! Ein Genie!«), sondern auch seinen fulminanten Klavierzyklus »Kreisleriana«.
Der junge Chopin erstaunte alle. Seine elegante, mühelose Virtuosität schlug die Hörer ebenso in den Bann wie seine gleichsam in romantischen Mondschein getauchte folkloristische Melodik. Mit dem Gesang und Tanz der Nymphen und Elfen hat Heinrich Heine sie verglichen. Das f-Moll-Konzert entstand 1829, und als es in Warschau am 17. März 1830 zum ersten Mal erklang, schrieb die Presse begeistert: »Er ist der Paganini des Klaviers«.
am 16.10. um 17.00 und 18.10.2010 um 20.00
Stadthalle
Dirigent:
Alexander Joel
Mit:
Solist (Klavier)::
Eugene Mursky