Malte Roesner
Solist
Der deutsch-amerikanische Bariton Malte Roesner wurde 1979 in New York geboren. Schon frühzeitig entwickelte sich sein musikalisches Interesse und er begann im Alter von fünf Jahren Geigenunterricht zu nehmen. Als Mitglied des Knabenchors Hannover sammelte er bereits während der Schulzeit erste solistische Erfahrungen als Sänger auf der Konzert- und Opernbühne. Nach dem Abitur studierte Malte Roesner an der Universität Hamburg und der Hochschule für Musik und Theater Hannover Musikwissenschaften und Operngesang u.a. mit Hilda Cabezas-Gräbner. Er vertiefte seine Gesangsausbildung in der Liedklasse von Prof. Irwin Gage und der Meisterklasse von Bruno Pola in Lugano. Heute arbeitet er darüber hinaus mit KS Carlos Álvarez in Sevilla und Prof. Rainer Trost in Wien. Malte Roesner ist Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes und wird im Jahr 2012 Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes sein.
Seit 2006 ist der Bariton Ensemblemitglied des Staatstheaters Braunschweig, wo er sich mittlerweile vierzig Partien erarbeitet hat. Zu seinem Repertoire gehören u.a. Enrico in »Lucia di Lammermoor«, Pasquale in Haydns »Orlando Palladino«, Allazim in »Zaïde«, Schaunard in »La Bohème« und Sharpless in »Madama Butterfly«, Dr. Falke in »Die Fledermaus«, Paolo in »Simone Boccanegra«, der Heerrufer in »Lohengrin« und Masaniello in der deutschen Erstaufführung von A. Carlos Gomes' »Salvator Rosa«. Bevor er die Partie des Ford in Verdis »Falstaff« am Staatstheater Braunschweig sang, hatte er sie bereits bei den Wernigeröder Schlossfestspielen mit großem Erfolg verkörpert. Ein weiteres Festivalengagement führte ihn als Escamillo in »Carmen« nach Stuttgart.
In der Spielzeit 2011/2012 singt Malte Roesner Partien wie Papageno in »Die Zauberflöte« und Conte Almaviva in »Il Nozze di Figaro«, Ping in »Turandot« und Ford in »Falstaff« am Staatstheater Braunschweig. Im Herbst 2011 gab er den Ottokar in Webers »Freischütz« am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Rendsburg.
Sein Repertoire als Liedsänger reicht von Werken von Schumann, Wolf und Haydn bis zu Ibert, Mahler und Copland. Zuletzt präsentierte er sich mit der Pianistin Maria Lebed im Liederabend mit Totenliedern von Schubert, den »Hölderlin«-Gesängen von Fortner und den »Neuen Alexanderliedern« von Rihm. Im Ballettabend »Schattengänger« war er am Staatstheater Braunschweig als Gesangssolist mit Schumanns Liederkreis Op. 39, »Dichterliebe« und »Kerner-Lieder« zu hören.
Im Konzert sang Malte Roesner z.B. die Weihnachtsoratorien von Bach und Graun in Bad Königshofen, die Musikalischen Exequien und die Johannispassion von Schütz in Hannover, Bachs Weihnachtsoratorium und A Survivor from Warsaw von Schönberg im Braunschweiger Dom, das Te Deum und die Messe in D von Dvořák im Kaiserdom Königslutter und Haydns Nelson-Messe und Rutters Mass of the Children in Stuttgart.
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