Silvana Dussmann
Silvana Dussmann gilt heute als eine der vielseitigsten Sopranistinnen der Opernwelt, und das sowohl hinsichtlich Interpretation und Ausdruckskraft als auch Repertoire. Als Kaiserin in »Die Frau ohne Schatten« in Frankfurt, Essen, Brüssel und bei den Strauss-Festspielen in Garmisch von Publikum und Presse gleichermaßen bejubelt, als Chrysothemis in »Elektra« regelmäßig in München, Berlin, Hamburg und Wien zu Gast, liegt ihr aber auch das italienische Fach – Verdi, Bellini und Donizetti – besonders am Herzen. Ihr Rollendebüt als Elisabetta in »Roberto Devereux« gab sie an der Wiener Staatsoper, jenes als Amelia in »Un ballo in maschera« an der Oper Frankfurt, jenes als Isolde in »Tristan und Isolde« gibt sie in dieser Spielzeit am Staatstheater Braunschweig. Für das Verdi-Wagner-Jahr 2013 bereitet Silvana Dussmann ihre Debüts als Abigaille in »Nabucco« und Elisabeth in »Tannhäuser« vor. Herausragende Stationen ihrer Bühnenkarriere waren aber auch die Marietta in »Die tote Stadt« unter Christian Thielemann an der Deutschen Oper Berlin, Bellinis »Norma« in Wien, München, Berlin, Frankfurt und Lissabon, die Leonora in »Il Trovatore« am Aaltotheater Essen und immer wieder die Rosalinde in »Die Fledermaus«, die sie zuletzt in einer Neuproduktion unter Zubin Mehta an der Berliner Staatsoper sang und mit der sie regelmäßig in München und Wien zu Gast ist. Als Konzertsängerin war sie kürzlich mit Richard Strauss' »Vier letzten Liedern« (unter Kazushi Ono) und mit Wagners "Wesendonck-Liedern" (unter Valery Gergiev) sehr erfolgreich.
Ihre musikalische Ausbildung erhielt Silvana Dussmann in ihrer Heimatstadt Wien bei KS Rita Streich und Prof. Gerhard Kahry. Nach ihrem Sieg in der Kategorie Operette des Wiener Belvedere-Wettbewerbs debütierte sie 1987 an der Wiener Volksoper als Lisa in der Lehár-Operette »Das Land des Lächelns«. In der Folge war sie Ensemblemitglied des Innsbrucker Landestheaters und der Grazer Oper, wo sie sich ein umfangreiches Repertoire erarbeiten konnte. Partien der frühen Karrierejahre an diesen Theatern waren u. a. Konstanze in »Die Entführung aus dem Serail«, Micaela in »Carmen«, Violetta in »La Traviata«, Sophie in »Der Rosenkavalier« und Agathe in »Der Freischütz«, aber auch zahlreiche Operetten-Partien von Kálmán, Lehár und Johann Strauß. Mit diesen gastierte sie u. a. bei den Seefestspielen Mörbisch, beim Festival Wiener Klangbogen und den Wiener Festwochen. Ab 1994 blieb Silvana Dussmann wieder eng mit den beiden großen Wiener Opernhäusern verbunden, von denen die weitere Repertoireentwicklung der Künstlerin ausging. So sang sie in Wien erstmals die Marchesa del Poggio in »Un giorno di regno«, die Frau Fluth in »Die lustigen Weiber von Windsor«, Vitellia in »La clemenza di Tito«, Donna Anna in »Don Giovanni«, Contessa Almaviva in »Le nozze di Figaro« und schließlich die Titelpartie in Bellinis »Norma« und die Elisabetta in Donizettis »Roberto Devereux«.
Zahlreiche internationale Gastspiele führten Silvana Dussmann in Oper und Konzert neben den genannten Städten auch nach New York, Washington, Los Angeles, San Diego, Sao Paulo, Tokio, Tel Aviv, Dublin, Edinburgh, Toulouse und Lyon. Die Künstlerin arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Bertrand de Billy, Carlo Franci, Valery Gergiev, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Kazushi Ono, Seiji Ozawa, Georges Prêtre, Peter Schneider, Stefan Soltesz, Christian Thielemann, Marcello Viotti, Sebastian Weigle, Ralf Weikert und Simone Young sowie mit Regisseuren wie Klaus Maria Brandauer, Nicolas Brieger, Matthew Jocelyn, Christof Loy und Christof Nel zusammen.
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