Staatsorchester
Das Staatsorchester Braunschweig gehört zu den ältesten Kulturorchestern der Welt. Hervorgegangen ist es aus der 1587 gegründeten Hofkapelle des Herzogs Julius zu Braunschweig / Wolfenbüttel. Die Entwicklung zu einem modernen Opern- und Sinfonieorchester lässt sich anhand seines historischen Werdeganges nachvollziehen, der verbunden ist mit Namen wie Michael Praetorius, Heinrich Schütz, Karl Heinrich Graun, Louis Spohr, Felix Mendelssohn Bartholdy, Hector Berlioz, Franz Liszt oder Richard Strauss, die als Kapellmeister oder Dirigenten eigener Werke in Braunschweig wirkten. Aus der Herzoglichen Hofkapelle wurde 1918 das Orchester des Braunschweigischen Landestheaters und nach dem 2. Weltkrieg – das Land Braunschweig hatte seine staatliche Eigenständigkeit verloren und war im Bundesland Niedersachsen aufgegangen – das Staatsorchester Braunschweig.
Zunehmend an Bedeutung gewinnen programmatisch die Aktivitäten im Bereich der Kinder- und Jugendkonzerte. Das schlägt sich nicht nur in einem quantitativ größeren Angebot nieder, sondern auch in neuen Formaten oder vertraglich festgemachten Kooperationen wie etwa zwischen dem Staatsorchester Braunschweig und dem Jugendsinfonieorchester der Städtischen Musikschule der Stadt Braunschweig.
Neben der Mitwirkung bei Musiktheater-Aufführungen hat das Orchester eine wichtige Aufgabe im Konzertbereich. Mit jährlich rund 40.000 Besuchern sind die Konzertreihen des Staatsorchesters Braunschweig in Niedersachsen ohne Konkurrenz.
Sonderkonzerte und eine Kammermusikreihe mit Mitgliedern aus dem Staatsorchester komplettieren das Konzertangebot in Braunschweig. Darüber hinaus ist die Ausdehnung der Konzerttätigkeit und Mitwirkung bei Musikfestivals in der jüngeren Vergangenheit zu einem wichtigen Betätigungsfeld geworden. Seit kurzem sind die Musiker unter der Leitung ihres GMD auch »open air« im Bürgerpark Braunschweig zu hören: bei »Klassik im Park«. Die Premiere 2010 mit mehr als 8.000 Besuchern war ein voller Erfolg.
Unter der Leitung von Stefan Soltesz, der 1988 Nachfolger des langjährigen Generalmusikdirektors
Heribert Esser wurde, begann das Orchester mit der Aufnahme und Produktion von Tonträgern. Inzwischen sind unter anderem die neun Sinfonien Ludwig van Beethovens unter der Leitung des Ehrendirigenten Carl Melles (†) sowie die vier Brahms-Sinfonien mit Philippe Auguin erschienen. 1998 wurde Jonas Alber mit 29 Jahren jüngster Generalmusikdirektor des Staatstheaters und Chefdirigent des
Orchesters. Er setzte die CD-Produktionen mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Jean Sibelius, Richard Strauss, César Franck und Gustav Mahler fort. Alexander Joel, seit 2007 Generalmusikdirektor am Staatstheater Braunschweig, führt die CD-Reihe u. a. mit Gustav Mahler weiter.
Gastdirigenten
Franz Josef Breznik, Jürgen Budday, Helmut Imig, Christof Prick, Gerd Schaller, Alexander Soddy,
Ehrendirigent
Stefan Soltesz
1. Violine
Johannes Denhoff, Felix Gutgesell, Joachim Heimbrock, Josef Ziga, N.N., Janos Balaz, Mihalj Kekenj, Makar Niedrig, Martin Baumgarte, Mari Ono, Wolfgang Brodbeck, Luisa Heimbrock, Sabine Renz, Karin Allgeier, Barbara Buschenhenke
2. Violine
George Dudea, Alexandra Klinkert, Luciana Duta, Eva Gosman, Winfried Bolte, Lorna Baker, Uwe Wagner, Anja Schönfelder, Cornelia Rumpp, Wiktor Gazda, Marit Kipping
Viola
Grigorij Weinstein, Daniel Jerzewski, Susanne Scholz, Almut Gregor, Ulrike Simpfendörfer, Hans Ulrich Kolf, Steffen Schöne, Matthias Ebert, Hubertus von Conta
Violoncello
Karl Huros, Tilman Kanitz, Henning Bundies, Christoph Lagemann-Wink, Christian Bußmann, Roxana Blaga, N.N.
Kontrabass
Christian Horn, Ulrich Förste, Norbert Wetzel, Siegfried Dietrich, Michael Klaus, N.N.
Harfe
Ursula Fatton
Flöte
Günther Westenberger, Sandrine Vialette, Hanna Reuter, Tilmann Russ
Oboe
Christian Hartmann, Christiane Knetsch, Nicolai Borggrefe, Eriko Kößler-Nambu
Klarinette
Frank Strauch, Wolfgang Bayer, Jürgen Brüggemann, Michael Hussing
Fagott
Georg Renz, Berthold Weber, Alfred Böhm, Martin Kohler
Horn
Jens Köhli, Michael Klamp, Sophie Günther, Norbert Stemmler, Hendrik Robert Vogel, Martin Hecht, N.N.
Trompete
Martin Weller, Dennis Melzer, Wolfgang Ludwig, N.N.
Posaune
Andreas Günther, Stefan Zitka, Heinrich Auhage, Reinhard Feldmann
Tuba
Henricus Lüschen
Pauke und Schlagzeug
Jörn Hansen, Winfried Junius, Matthias Lang, Jörg Oesterle
Orchesterwarte
Dumitru Manolache, Christoph Glaßmann