KLAMMS KRIEG
von Kai Hensel
Junges Schauspiel ab 15 Jahren
Lehrer Klamm will Goethes FAUST durchnehmen, aber er steht vor seiner Klasse, die den Unterricht verweigert. Seine Schüler haben ihm den Krieg erklärt. Schriftlich. Öffentlich. Sie machen ihn für den Selbstmord eines Abiturienten verantwortlich, denn Klamm verwehrte diesem Schüler den einen Punkt, der zum Bestehen des Abiturs noch fehlte. Sie verlangen eine Entschuldigung, was für Klamm dem Eingeständnis einer Mitschuld gleich käme.
Getrieben von seinem Berufsethos nimmt Klamm den Krieg gegen die schweigende Klasse auf. Er kämpft mit allen Waffen, die ihm zur Verfügung stehen: Er argumentiert und verteidigt, er versucht es mit Hohn, Erpressung, Noten und Drohungen, sogar vor Gewaltanwendung schreckt Klamm nicht zurück. Er zieht alle Register und offenbart dabei seine eigene Persönlichkeit, die von Machtwahn, Hass, aber auch von Verzweiflung und Einsamkeit geprägt ist.
Den Zuschauern enthüllt sich das gleichermaßen fesselnde wie bestürzende Psychogramm, das den Ursachen von Gewalt in einem System von Abhängigkeit und Unterdrückung auf den Grund geht. Es ist ein Stück, das Schüler und Lehrer gleichermaßen angeht, denn es ergreift für keine Seite Partei, sondern hinterfragt klug, witzig und böse die Institution Schule.
Inszenierung, Bühne und Kostüme: Petra Luise Meyer
Dramaturgie: Eva Veiders
| MIT: | Klaus Lembke |
(Premiere am 27. November 2004)
Mobil im Klassenzimmer auf Anfrage unter: 0531 1234542
(Judith Zeitner)
Wiederaufnahme: 31.08.2009
Vorstellungsdauer: 1Std. 05 Min., ohne Pause
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