Spekulationen
6. Oktober 2020: Der Bundestag hat ein Gesetz erlassen, das die Züchtung menschlicher Phänotypen legalisiert. Gleichzeitig hat der europäische Gerichtshof den Schutz der Spreewaldgurke aufgehoben... Die tagesaktuellen Nachrichten kreuzen das Leben von dem Ex, Brigitte und einem Unbekannten.
Das Hildesheimer Off-Theater ASPIK besteht seit 1988 und hat sich sowohl mit internationalen Koproduktionen als auch mit Inszenierungen an theaterfremden Orten einen Namen gemacht. Das künstlerische Konzept von ASPIK ist geprägt von einem fruchtbaren Crossover der Künste. Stilprägend war von Beginn an der Sound, da im Ensemble neben Schauspielern auch Musiker unterschiedlicher Stilrichtungen arbeiten. Hinzu kommen – je nach Inszenierung – KünstlerInnen aus den Bereichen Film und Video, Modedesign, Performance und Bildende Kunst. Auch bei der Auswahl der Themen, die auf die Bühne gebracht werden, sowie der Spielorte und Kooperationspartner hat sich ASPIK als äußerst offen und flexibel profiliert.
Inhaltlich verfolgt die Gruppe zwei Wege: Zum einen finden dramatische und epische Textvorlagen Verwendung, die für die jeweilige Raumsituation und personelle Besetzung bearbeitet werden. Zum anderen werden Stücke in der Auseinandersetzung mit aktuellen Zeitphänomenen auf der Grundlage einer thematischen Schwerpunktsetzung selbst entwickelt.
Im Februar folgt eine vierte Aufführung gemeinsam mit den Studenten der HBK Braunschweig, die sich in diesem Wintersemester gemeinsam mit dem Regisseur Uli Jäckle ebenfalls den Spekulationen über unsere nahe Zukunft zuwenden.
Von & Mit: Florian Brandhorst, Oliver Dressel, Irene Eichenberger, Arnd Heuwinkel, Luzia Schelling, Michael Wenzlaff
Gastspiel
am 18.01.2011
Theater Aspik
Hausbar
Inszenierung: Silke Lange/ Uli Jäckle